Trauerbegleitung für Menschen mit Behinderung
Trauerbegleitung  für Menschen mit Behinderung

Warum denn leise traurig sein ?

Ich habe es leider schon des öfteren erlebt das Menschen mit Behinderung vom Tod eines geliebten Menschen erst erfahren, wenn dieser bereits beerdigt ist. Manchmal werden sie gar nicht informiert.

In unserer Kultur, in der der Tod an den Rand des Lebens verbannt wird, haben wir gelernt uns zu benehmen. "Schlechte Gefühle" wie Wut, Aggressionen oder Hilflosigkeit in Form von lautem Klagen oder Weinen zu äussern sind uns fremd. Wir beherrschen uns, "auf Teufel komm raus", wie man gerne sagt. Menschen mit Behinderung sind authentisch. Ihnen ist es meist fremd sich zu beherrschen.

Sie haben oft keine andere Wahl ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, in dem Sie sind wie Sie sind.

So kann es sein, das Sie wärend der Trauerfeier reden, laut weinen, oder sogar lachen. Wobei das Lachen in diesem Fall ein Ausdruck der Trauer oder Hilflosigkeit, und kein lustiges Lachen ist. Diese evtl. auftretenden Reaktionen können für die Trauergemeinde schwierig einzuordenen sein. Die Feier hat dann einen entspannteren Verlauf wenn der Pfarrer oder Trauerredner die Situation erklärt, und Angehörige diese Gefühlsausbrüche einordnen können. Menschen mit Behinderung nicht an einer Beerdigung teilhaben zu lassen aus Angst Sie könnten sich "danebenbenehmen" ist ein Problem unserer Gesellschaft, in der alle darum ringen gut und richtig zu sein. Eltern von Menschen mit Behinderung zu sein ist schon eine harte Herausforderung im Leben.... 

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© Petra Spies