Trauerbegleitung für Menschen mit Behinderung
Trauerbegleitung  für Menschen mit Behinderung

Missverständnisse vermeiden

Sätze wie „ Papa ist eingeschlafen, oder von uns gegangen“ können große Ängste auslösen, da Menschen mit einer geistigen Behinderung vieles wörtlich nehmen. Denn wer einschläft wacht auch wieder auf, und wer weggeht kommt auch wieder, selbst wenn es auch manchmal dauert. Wer jedoch Tod ist kommt nie mehr wieder. Gedankengänge wie: „Wenn ich einschlafe kann ich sterben“ oder „wenn Mama zur Arbeit geht, kann sie tot sein, einfach nicht wieder kommen, so wie es bei Papa war“. Viele Menschen mit geistiger Behinderung haben per se große Angst vor Krankenhäusern. Wenn nun ein geliebter Angehöriger ohne sichtbaren Grund nicht mehr aus dem Krankenhaus kommt, wird diese Einrichtung dafür verantwortlich gemacht, und das bringt meist tiefe Ängste mit sich. Diesen Ort des „Verschwindens“ betritt man freiwillig nicht mehr.

Den Tod mit klaren Worten zu benennen, schütz vor gut gemeinten Missverständnissen. 

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© Petra Spies