Trauerbegleitung für Menschen mit Behinderung
Trauerbegleitung  für Menschen mit Behinderung

Sehen heisst glauben

Menschen mit Behinderung können häufig mit dem abstrakten Wort "Tod" wenig anfangen.

Sie benötigen zusammenhängende Bilder um eine tatsächliche Erfahrung zu erfassen, zu verstehen was es bedeutet wenn jemand gestorben ist.

Dort wo ich arbeite ist es üblich das die Bewohner, wenn eben möglich, in ihrer gewohnten Umgebung sterben dürfen. Ebenso wird den anderen Mitbewohner die Möglichkeit gegeben von dem Verstorbenen persönlich Abschied zu nehmen. So erfahren sie das "Ernst" tot ist, da er sich ja nicht mehr bewegt. Zudem ist er ganz kalt anzufassen und atmet nicht mehr. Der Pastor kommt und macht eine Aussegnung am Bett, und dann wird "Ernst" im Sarg aus dem Haus getragen. Ich bin immer wieder sehr berührt wie Menschen mit Behinderung diese Abschiede erleben und jeder auf seine Art "versteht" das etwas besonders geschieht. An der Beerdigung kann jeder teilnehmen der möchte. Manche Bewohner helfen gar bei der Gestaltung der Trauerfeier, oder tragen etwas vor.

Anschliessende Besuche auf dem Friedhof, Geschichten aus "alten Zeiten" die man mit dem Verstorbenen erlebt hat werden in das Gruppenleben mit einbezogen. Das Gestalten von Erinnerungsalben oder individuellem Grabschmuck wie Kerzen oder Steinen dient ebenfalls zur Trauerbewältigung.

Zum Gedenken an...
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Petra Spies