Trauerbegleitung für Menschen mit Behinderung
Trauerbegleitung  für Menschen mit Behinderung

Wenn Eltern sich heutzutage dazu entscheiden ein Kind mit Trisomie 21, bekannt als Down Syndrom, zur Welt zu bringen ist das schon etwas besonderes. Fast 90% aller ungeborenen Kinder mit der Diagnose Down Syndrom werden in Deutschland abgetrieben.

Im Nationalsozialismus wurden Menschen mit geistiger Behinderung verfolgt und ermordet, weil sie nicht als vollwertige Menschen zählten. Heute werden Menschen mit Behinderung abgetrieben, weil Sie nicht in unsere perfekte Welt passen, und Eltern, die eben ein solches Kind erwarten oftmals völlig überfordert sind.

 

Kennt man jedoch Kinder, oder erwachsene Menschen mit Trisomie 21 und weiss um ihre Lebensfreude und Einzigartigkeit, hat man schon fast Mitleid mit den Personen die aus Unwissenheit, jedoch hart und unfair, über diese Menschen urteilen.

Es ist bestimmt nicht einfach ein behindertes Kind großzuziehen. Das Leben ist von Höhen und Tiefen durchzogen. In einer Welt die von Schnelligkeit und Perfektionismus gelebt wird, sind die äusseren Widerstände nicht zu unterschätzen. Es erfordet Mut mit Rückschlägen umzugehen, wenn fast alle anderen Vollgas geben. Die Langsamkeit in der Entwicklung seines Kindes anzunehmen und auszuhalten, ebenso.

Sich an den kleinen Dingen des Alltags zu erfreuen, ist eine Kunst, die längst nicht jeder beherrscht. Menschen mit Down Syndrom beherrschen diese Kunst, und verschenken dieses Glück reichlich an andere Menschen weiter, die sich dafür öffnen.

 

Sich von der Masse abzuheben, einen anderen Weg zu gehen als den leichten, den alle anstreben ist bestimmt eine der größten Herausforderungen im Leben. "Wer wächst verliert den Schutz der Herde" so ist das nun mal leider im Leben. Aber nun mal ehrlich: warum denn immer "Einfach" ?

 

                                                

                                              "Einfach" kann doch jeder

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© Petra Spies