Trauerbegleitung für Menschen mit Behinderung
Trauerbegleitung  für Menschen mit Behinderung

Ein Kind zu erwarten ist eine spannende Sache. Man ist erfüllt mit Hoffnungen und Erwartungen zugleich. Vieleicht träumt man davon eine Tochter zu bekommmen, und man wird ihr Wünsche erfüllen können, die man selbst als Kind gerne gehabt hätte, aber aus finaziellen oder ideellen Gründen unerfüllt blieben. Oder man träumt davon mit dem Sohn Fussball zu spielen, oder angeln zu gehen. Dann der Schock: Unser Kind ist behindert. Alle Träume zerbrechen....

Das Chaos der Gefühle nimmt einem fast die Luft zum atmen. Die Verunsicherung ist groß, und die Trauer über diese ungewollte Lebenssituation lässt einen fast den Verstand verlieren.

Jetzt muss man völlig umdenken. Sich mit der Behinderung eines Kindes abzufinden, und sich der Entwicklung des Kindes anzupassen, ist ein langer und schwieriger Prozess.

Meine Freundin, die Mutter eines stark körperlich behinderten Sohnes ist, der schon unzählige Operationen über sich ergehen lassen musste, empfindet auch eine gewisse Lebenstrauer, die sich wellenartig durch das Leben zieht.

Eltern behinderter oder chronisch kranker Kinder müssen für so vieles im Leben kämpfen, sei es aus mentaler, sozialer oder auch behördlicher Sicht.

 

"Vielleicht wird ihr Kind etwas schaffen, was von Ärzten oder Spezialisten niemals für möglich gehalten wurde. Und dann werden Sie so überglücklich sein, wie Eltern eines gesunden Kindes, das Sportler wird, niemals sein könnten" (aus dem Buch "besondere Kinder brauchen besondere Eltern" Lavin/Sproedt)

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© Petra Spies